Kongressort 2017

Zeche Zollern Dortmund

Mit der Zeche Zollern II/IV entstand 1898 das Prestigeobjekt der größten Bergbaugesellschaft ihrer Zeit. Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel mit Zinnenkranz und Ecktürmchen rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde. Genau dies war Teil der Bauidee. Heute ist die Zeche Zollern, das „Schloss der Arbeit“ im Westen Dortmunds, zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland.
Das Ensemble sollte nach der Stilllegung in den 1960er Jahren zugunsten einer Schnellstraße abgerissen werden. Wichtigstes Objekt im Kampf um den Erhalt war die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist die Zeche Zollern einer von acht authentischen Industriestandorten des Westfälischen Industriemuseums.

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Zeche Zollern